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Geschichte der Trüffel

Der kostbare Pilz ist, wie z.B. Darstellungen auf hethitischen Tafeln belegen, seit vielen hundert Jahren schon Bestandteil der Kultur des Menschen. Er wird für seinen Reichtum an Proteinen und Mineralstoffen hoch geschätzt. Eine Vielzahl von Eigenschaften dieses hochwertigen Speisepilzes sprechen für seinen Rang in der Geschichte: Neben seinen kulinarischen Qualitäten und medizinischen Anwendungsgebieten wird ihm eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.

Bei den Babyloniern (ca. 3000 v. Chr.) sollen die Trüffel bereits ein begehrtes und teures Lebensmittel gewesen sein. Für den legendären ägyptischen Pharao Cheops sollen Trüffeln eine Leib¬speise gewesen sein.
Ein gewisser Theophrastus (327 – 287 vor Christus) beschrieb die Trüffel als „pflanzliche Gebilde, welche unter Einwirkung von herbstlichen Regenfällen und Gewittern gebildet werden.“ Schon die Babylonier ließen die kostbaren Früchte von Schweinen aus der Erde graben. Von den römischen Kaisern, besonders von Claudius, der ein sagenumwobener Liebhaber gewesen sein soll, wurden Trüffeln in großen Mengen verzehrt.

Danach verschwanden die Trüffel für mehr als 1500 Jahre in der Versenkung oder zumindest aus der Geschichtsschreibung, was vielleicht ihrer Herkunft aus der Unterwelt, den Tiefen des Erdreichs, zu schulden war. Sie tauchten erst im 14. Jahrhundert auf den Tischen der Fürsten auf. Es gibt streitbare Quellen, welche die Nutzung der Trüffel in Nahrungsmitteln schon im 16. Jahrhundert belegen.

Der französische Schriftsteller Brillat-Savarin (1755-1826), französischer Schriftsteller, Philosoph und Gastronomiekritiker, bezeichnete die Trüffel ihrer Köstlichkeit und nicht zuletzt ihrer Kostbarkeit wegen als „schwarze Diamanten“. Allerdings waren Trüffel nicht zu allen Zeiten als Kostbarkeiten geschätzt, so finden sich z.B. in alten Rezepten Mengenangaben für die Zugabe von über 50 Trüffeln, was heutzutage einem mittleren Vermögen gleichkäme.

Viele Trüffelbauern berichten, dass Trüffel in den kargen Wintermonaten die gemüsearmen Mahlzeiten abwechslungsreicher gestalteten.

Der größte, bisher dokumentierte Trüffelfund geschah in der westkroatischen Region Istrien, nahe dem Örtchen Livade, wo ein gewisser Giancarlo Zigante einen stattlichen weißen Trüffel von 1.310 g Gewicht im Erdreich entdeckte. Er verkaufte dieses Prachtexemplar jedoch nicht, sondern bereitete daraus ein Abendessen für etwa 100 Personen